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Solidaritätserklärung
Dienstag, 01. Dezember 2009 um 21:39

Der Fachschaftsrat Sozialwissenschaft erklärt sich solidarisch mit den am Dienstag, dem
24.11.2009, von der Polizei geräumten BesetzerInnen des Auditorium Maximum.

Die Besetzung des Auditoriums ist aus zweierlei Gründen notwendig gewesen.
Durch das gesteigerte Interesse der Studierendenschaft an der Vollversammlung und an dem
Themenkomplex im Gesamten ist es zwingend erforderlich gewesen einen größeren Raum
aufzusuchen als das HZO 10.
Die StudentInnen kamen zudem so zahlreich, dass selbst vor dem Gebäude noch Interessierte stehen
mussten. Die Besetzung schaffte eine Öffentlichkeit die in dem aktuellen Diskurs mehr als nötig
scheint um überhaupt noch gehört zu werden.
Als bedenklich empfinden wir den Griff zur Staatsgewalt um die Situation eines friedlichen
studentischen Widerstandes vor Ort zu brechen.
Zudem lässt die zu kurze Ankündigung der Räumung im Vorfeld zwei weitere Schlüsse zu.
Zum Einen scheint das Rektorat nicht daran interessiert, Verhandlungen auf einem sachlichen
Niveau zu führen und zum Anderen scheinen die Verantwortlichen möglichst die Öffentlichkeit zu
meiden, was wir wiederum nachvollziehen können. Zumindest lässt es keinen politischen und
gesellschaftlichen Veränderungswillen erkennen.
Als gleichermaßen verstörend und äußerst Schade empfinden wir den Vorschub faktisch falscher
Tatsachen um die Räumung in irgendeiner Form zu rechtfertigen. Die Symphonie erklärte sich
solidarisch mit den Studierenden und verzichtete somit auf die Nutzung der Räumlichkeiten.
Darüber hinaus war das Konzert als solches niemals ernsthaft gefährdet. In diesem Kontext ist es
uns nicht möglich den Ausführungen von Frau Wilkens uneingeschränkt Glauben zu schenken. Die
Universitätsverwaltung legt offenbar doch keinen gesteigerten Wert auf die Kooperation und
Kommunikation mit den Studierenden.
Wir fordern das Rektorat nachdrücklich auf:
1. Die mutmaßlich gestellten Anzeigen umgehend fallen zu lassen.
2. Von möglichen, darüber hinausgehenden, Repressionsmaßnahmen abzusehen.
3. Einen offenen, gleichberechtigten Diskurs mit der Studierendenschaft aufzunehmen.
Wir unterstützen weitere friedliche und offene Protestaktionen der Bochumer Studierendenschaft
mit dem Ziel einen konstruktiven politischen Diskurs mit dem Rektorat aufzunehmen.
Ferner erhoffen wir für die Zukunft, dass keine weiteren Maßnahmen der Staatsgewalt auf dem
Campus durchgesetzt werden.
Der Fachschaftsrat Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum